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Liebe Familie Heßling, |
wir kamen mit unserem Hovi "Ike" zu Ihnen, nachdem dessen
"Halbstarkenallüren" nur noch bedingt beherrschbar waren. Die uns von
diversen (in der Regel mobilen) Hundeerziehern empfohlenen Ratschläge /
Erziehungshilfen - welche sich im Wesentlichen durch die Art der dem Hund
anzubietenden Leckerchen unterschieden - versagten.
Hier war selbst schlechter Rat teuer!
Es hilft nun einmal nicht, einen Hund, der sich in Richtung anderer Hunde entfernt
und absolut "abgeschaltet" hat, mit Leckerli zu locken. Selbst Frikadellenweitwurf
versagt vermutlich deshalb, weil der Hund schneller und weiter weg ist, als Menschen werden können ...
Auch die sich mit zunehmendem Alter "Ikes" steigernde Rüpelhaftigkeit
(manche nennen es auch Aggressivität) gegenüber anderen Rüden ließ sich
immer weniger kontrollieren. War der "Gegner" erst fixiert, halfen auch die
empfohlenen Leckereien nicht weiter. Entweder konnte man weiträumig
ausweichen oder seine Kraft mit der des Hundes messen. Bei "Ikes" 45 kg und
70 cm Rückenhöhe eine nicht schöne aber immer anspruchsvolle Beschäftigung ...
In Ihrer Hundeschule haben wir gelernt unseren Hund besser zu verstehen
und seinen Bedarf an geradliniger/konsequenter Erziehung zu erkennen.
Insbesondere hat uns geholfen, dass nicht nur Ratschläge gegeben, sondern
auch gezeigt wurde wie es gemacht wird (hier gilt unser Dank insbesondere
Frau Kleier, welche sich mit großer Geduld allen Hunden und deren Menschen
annahm).
Darüber hinaus war wichtig, dass bei Ihnen Hundeerziehung und die
Beziehung Mensch - Hund ganzheitlich dargestellt und erklärt wird. Sie haben
uns - und damit unserem Hund - sehr geholfen.
Prägend für die Ausbildung in Ihrer Hundeschule war aber auch Ihre langjährige Erfahrung und die hiermit
verbundene Überzeugungskraft, welche sich in vielfältigen Situationen darstellte.
Hier wurde für uns der Unterschied zu einer Vielzahl von i.d.R.
mobilen Einrichtungen deutlich, welche im Vorfeld ihre "Hilfe und Beratung"
anboten. Die hierbei erfolgten Ratschläge wurden jedoch weder vom jeweiligen
Hundetrainer selbst erfolgreich demonstriert, noch waren sie zielführend. |
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Heute habe ich in der Zeitung einen Artikel mit folgendem Inhalt gelesen:
"Hatte Probleme mit meinem 1. Hund, einem Golden Retriever. Habe
deshalb eine 1-jährige Ausbildung zur Hundetrainerin gemacht und möchte nun
Hundebesitzern bei der Ausbildung ihrer Problemhunde helfen."
Diese Aussage der 32-jährigen mobilen Hundetrainerin zeigt - so glaube ich - ein
Kernproblem der Hundeausbildung auf.
Bei uns kann jeder der will so tun, als sei er in der Lage selbst schwierige Hunde auszubilden.
Ob er/sie eine geregelte, mehrjährige und fundierte Ausbildung absolviert oder Erfahrung
auch mit problematischen Kandidaten hat und seine Theorien praktisch
umsetzen kann, scheint völlig egal zu sein. Hier wurde anscheinend eine neue
Lizenz zum "Geld drucken" gefunden!
Um Missverständnissen vorzubeugen, ich bestreite nicht, dass auch mit Leckerchen Hunde zu gewünschtem
Verhalten zu motivieren sind. Dies gilt aus meiner Sicht insbesondere für den Spiel- und
Sportbereich. Bei leicht führbaren Hunden mag es auch darüber hinaus so klappen.
Unstrittig ist für nich jedoch, dass es eine Vielzahl von Hunden
gibt, welche sich gerade in Reizsituationen (Wild, andere Hunde etc.)
alleine mit gutem Zureden und der Verabreichung von Leckerchen in keiner
Weise beeinflussen lassen.
Diese Probleme sind auch mit der berühmten Handfütterung und anderen "Tricks" wie:
wer geht zuerst durch die Tür, wer darf nicht an zentraler Stelle liegen, wer muss Platz machen,
wer darf nicht auf das Sofa und das Bett letztlich nicht zu beeinflussen. |
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Deshalb noch einmal: Vielen Dank und machen Sie und Ihre Mannschaft weiter
so!!!
Marion und Michael Ritz, Wuppertal |
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