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Paul, unser Energiebündel! |
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Dass Paul zu uns kam, hat eine Vorgeschichte. Unser Vater starb an einem Krebsleiden.
Einen Tag vor seiner Beisetzung verloren wir auch unseren Berner Sennenhund aufgrund
einer Krebskrank-heit. Wir waren uns einig, dass in nächster Zeit Reisen im Vordergrund
stehen sollte. Ein Tier, Hund, war somit kein Thema. |
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Mein Mann kam mit der Situation besser zurecht als ich. Um meine Trauer zu bewältigen,
entschloss ich mich, das Velberter Tierheim aufzusuchen, um dort Hunde auszuführen.
Durch unseren Berner Sennenhund hatte ich einige Erfahrung gesammelt, mit Hunden umzugehen. |
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Der Erste, der mir anvertraut wurde, war Paul, unser Mali, 2 Jahre alt, aus Spanien kommend, voller
Energie, Lebensfreude und Neugierde. Diese Kombination hatte zur Folge, dass er kaum zu bändigen war,
da er über keinerlei Erziehung verfügte. Selbst die einfachsten Dinge wie Sitz, Platz, Fuß, ganz zu
schweigen von Hierhin, was sich sehr zum Nachteil erweisen sollte, waren ihm fremd. |
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Wie üblich gibt es in den Tierheimen beim Ausführen der Hunde Doppelleinen.
Die eine Leine wird um den
Körper gehängt, die andere eingehakt. Aus Sicherheitsgründen ist das erforderlich. So wurde ich Gefangene
unseres Hundes. Aus dem Tierheim heraus, Paul voran, die Leine straff gespannt, mich in seine vorgegebene
Richtung ziehend. Im ebenen Gelände war es zu bewältigen. Die erste Herausforderung war ein Trampelpfad,
schmal, abfallend, mit Steinchen übersät. Paul zeigte mir, wie schnell das Gelände zu überwinden war. Paul
voran. Ich rutschend, soweit es ging zurückziehend und Kommando gebend, Fuß, Fuß, Fuß hinterher. Glücklich
war ich darüber, dass es mit anderen Hunden, allem Anschein nach, kein Problem geben wird. Es folgte eine
Phase der ziehenden Ruhe, bis zu einem abfallenden Waldgelände, 30 bis 45 Grad. Waldweg wechselte mit Schotterweg,
ausgetreten und zerfurcht. Das Powerpaket voran, ich mich absichernd von einem Baum zum anderen. 1 1/2 Stunden,
ohne Ruhephase, sehr anstrengend. Selbst eine Lederleine zerriss, als ich ihn zurückhalten wollte, seine Artgenossen
zu begrüßen. |
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In den nächsten Wochen habe ich mich bemüht, mit Paul zu arbeiten.
Wie sagt man: Er war willig, hatte aber seinen eigenen Kopf. Hier und da stellten sich Erfolge ein, solange er nicht
überfordert war und nichts Anderes sein Interesse weckte. |
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Nach 5, 6 Wochen gingen mein Mann und ich gemeinsam. Das Tierheimpersonal bat uns,
einen weiteren Hund mit auszuführen. Es war Hermes, der Zellengenosse von Paul, auch ein Belgischer Schäferhund aus Spanien. Wir
kamen nach dem Spaziergang nach Hause, brauchten ein "Erholungsbad" und überlegten hin und her, ob wir uns das antun wollen. Die
Entscheidung war aber schon pro Hund gefallen. Voraussetzung musste sein, eine grundsolide Ausbildung, die es ermöglicht, den Hund
frei und ohne Stress laufen zu lassen. |
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Sehr kurzfristig und mit einer eingeräumten verlängerten Anmeldefrist, ganz
unbürokratisch, nahmen wir am 11. Juli 2007 das 10tägige Trainingsangebot der Hundeschule Heßling auf. Heute können wir allen nur
danken, die geholfen haben, aus einem unkontrollierbaren Powerpaket ein kontrollierbares Powerpaket, ohne Jagdambitionen und auf
Kommandos hörend, gemacht zu haben. |
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Jeder Spaziergang mit Paul, allein und in der Gruppe mit vielen anderen Hunden, ist purer Spaß. Er liebt seine Freiheit und weiß,
was er darf und was nicht. |
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Wir können uns nur bedanken für Ihre Hilfe, die zuvorkommenden und immer unterstützenden Trainingsleiterin-nen, die Unterbringung
auf Gut Harlinghausen und bei Ihnen, Herr Heßling, für Ihre unnachahmliche Art, Tier und Mensch zu analysieren und Hilfen
anzubieten. |
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Wir freuen uns auf ein paar weitere Urlaubstage in der Wesermarsch. |
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Mit herzlichen Grüßen Friederike Hück und Reinhard Sudholt |
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