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Liebe Familie Heßling,
wie versprochen, kommt jetzt
eine kleine Geschichte für alle Leute, die an der Erziehung in der Hundeschule
Heßling zweifeln.
Im Mai 1994 zog unser Bouvierrüde "Bouchon" bei uns ein, er war gerade 9 1/2
Wochen alt und wie alle Welpen furchtbar niedlich. Die Erziehung war zunächst
kein Problem, er lernte sehr gut und mit Freude. Doch mit 9 Monaten gefielt es
ihm plötzlich, auf den Sparziergängen Vollgas zu geben und ca. 1 km weit zu
laufen, um dann umzudrehen und genauso schnell zurückzukommen. Alles was sich
bewege, wurde verfolgt, egal ob es Mensch, Trecker, Wild oder Fahrradfahrer
waren.
Im Februar 1995 kam unsre Bouvierhündin "Donna" dazu, damals 6 Monate alt.
Auch sie nahm die Verfolgungsrennen mit Begeisterung auf. Ansonsten waren es
zwei sehr liebenswürdige Hunde, die keine Aggressionen zeigten, Doch mit
ihnen an der Leine spazieren zu gehen, war ein Abenteuer. Vorher schickten wir
Stoßgebete zum Himmel: hoffentlich begegnen wir nichts und niemandem! Wenn doch,
konnte es gut sein, dass wir einen hübschen Salto machten und im Dreck lagen,
zusammen hatte man ja ungefähr 90 kg Hund an der Leine.
Nach einem Urlaub auf Romo im Mai 1997 hatten wir endlich genug. Sie hatten
dort angefangen, am Strand Autos zu jagen und verbellten im Auto ohrenbetäubend
alles, was sich außerhalb bewegte.
Eine Woche später brachten wir sie in die Hundeschule Heßling. Es wurde uns
natürlich von allen Seiten ein schlechtes Gewissen gemacht, weil wir unsere
Hunde so einfach alleine in eine Schule gaben. Alle Leute wissen sowie alles
"besser".
Wir erinnern uns noch gut an Herrn Heßlings Worte "Wenn Sie zu Hause
anschließend nicht konsequent weiter trainieren, können Sie Ihr Geld auch ins
Feuer werfen", natürlich hatte er recht!
3 Wochen blieben unsere beiden allein in der Schule. Anschließend kamen wir für
4 Tage dazu. Unsere Hunde fanden wir GLÜCKLICH, GUT GEPFLEGT und WOHLERZOGEN
vor. Zuerst wurde uns von den beiden berichtet und ein Video gezeigt. Wir trauten
kaum unseren Augen: unsere Hunde VORBILDLICH bei Fuß gehend durch die Stadt!!!
etc.
Dann wurden wir zusammen mit unseren Hunden unterrichtet (die Deppen waren ja
wir und mussten nun lernen, uns richtig zu verhalten). Es gab Einzelstunden und
Gruppenunterricht. Zuerst im Schulgebäude, in er Feldmark und dann in der Stadt.
Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir haben sehr viel dazugelernt. Das war
Erholung und Urlaub pur mit beiden Hunden. Zuhause angekommen war vor allem "Bouchon"
der Meinung, er könnte so weitermachten wie bisher. Aber weit gefehlt, denn
Frauchen hatte dazugelernt.!!! Er hat wirklich alles probiert, aber mit
absoluter Konsequenz haben wir uns durchgesetzt und somit nun seit 6 Jahren zwei
wohlerzogene Hunde, die wir überall hin mitnehmen können, Wir stoßen auf
positive Resonanz, alle Leute sind wirklich beeindruck.
Die Hunde genießen seitdem ungeahnte Freiheiten, sind kaum angeleint (an der
Straße natürlich immer) und werden überall mitgenommen. Wir sind seitdem
rundherum glücklich mit unseren Hunden und sie sind es auch. Wir können die
Hundeschule Heßling uneingeschränkt weiter empfehlen.
Leider ist unsere "Donna" im März 2003 an Leberkrebs verstorben.
Damit nun wieder Leben in unser Haus kommt, werden wir uns einen neuen Welpen holen.
Wenn irgendwelche Probleme mit der Erziehung auftreten sollten, werden wir uns ganz
schnell an Familie Heßling wenden oder zur Schule fahren!
Viele Grüße von
Margit Kollhoff und Bärbel Salmen (Mai 2003)
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