Gästebuch

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Hallo Leute,
ich heiße Filou, bin 6 Monate alt und alle sagen ich wäre ein Beagle. Ich wende mich heute an meine Mit-Hunde und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt! Manchmal kann ich meine Menschen nicht so recht verstehen.
Stellt euch vor: da nimmt mich mein Frauchen extra mit in ein Geschäft, in dem es gaaaanz viele Hundebetten gibt. Natürlich darf ich mir eins aussuchen.  Ich bekomme noch ein super weiches  Kuschelkissen dazu. Mann, ich sag euch, das ist echt klasse! Na ja, ich habe irgendwann entdeckt, dass es eine tolle Flockenfüllung hat. Die ist erst kuschelig! Und man kann mit den Flocken spielen und drauf rumkauen und überhaupt sind sie ja sooooo weich. Also, ran an die Arbeit, fleißig den Bezug des Kissens aufknabbern und raus mit den Flocken. Dann wieder einkuscheln und zufrieden einschlafen.
Ja denkste! Frauchen hat so gar kein Verständnis für meine kreative Arbeit. Geschimpft hat sie und das tolle Loch wieder zugenäht. Alle Arbeit umsonst. Muss ich eben deutlicher werden, damit sie kapiert, dass ich es offen viel lieber habe.
Vorsichtshalber mache ich beim 2. Mal ganz viele kleine Löcher und einen klasse Riss. Der geht so richtig durch das gesamte Kissen durch. Aber mein Frauchen hat`s wieder nicht kapiert! Die ganzen, schönen Flocken nimmt sie mir weg und schmeißt  das Kissen anschließend in den Müll!
Versteht ihr das? So was Tolles kann man doch nicht einfach wegschmeißen. Das hat mich viel Arbeit gekostet, bis es so ausgesehen hat.
Oder die Geschichte mit meinem Spielzeug. Schleppt mir meine Familie doch allerhand dummes Zeug an, gebärdet sich völlig albern (guck mal Filou, ist das toll? Ja fein, hol das Gummihuhn)! So ein dummes Huhn. Soll`n sie doch selber damit spielen, wenn´s so toll ist. Na ja, ich hab mich jedenfalls fürchterlich erschrocken, als ich in das Huhn biss und es quietschte.
Da lachen die Menschen auch noch und sagen das wäre aber niedlich. Was bitte schön ist daran niedlich, wenn sich ein kleiner Welpe fast zu Tode erschreckt? Keine Ahnung diese Menschen. So muss ich halt auf meine Weise klar machen, was ein anständiger Hund in seinem Körbchen braucht!
Hab erst mal alle Schuhe eingesammelt die ich kriegen kann und in mein Körbchen gelegt. Als ich gerade dabei bin den Ersten genüsslich zu zerkauen, kommt mein Frauchen und macht ein Theater! Soll doch froh sein! Jetzt sind die Schuhe wenigsten schön weich und drücken nicht mehr.
Oder die Sache mit den Kinderzimmern. Zu meiner Familie gehören auch 2 kleine Menschen. Die haben tolle Zimmer. Ich sage euch, eine wahre Fundgrube! Da bin ich am liebsten. Es liegt jede Menge Zeug rum, mit dem ich spielen kann.
Meiner Meinung nach ist ein Teddy mit nur einem Arm auch viel schöner. Außerdem ist er auch von innen ganz weich. Aber wenn ich es dem kleinen Menschen dann stolz zeige, dann brüllt er und es kommt salziges Wasser aus seinen Augen.
Mein Frauchen gibt den kleinen Menschen auch immer Bücher zum lesen und lobt sie, wenn sie darin blättern. Wenn ich das mache, wird mir das Buch weggenommen und geschimpft. Bloß weil ein paar Seiten fehlen. Sind doch genug davon da.
Und außerdem: wenn die vom Tisch essen ist das okay. Aber wehe ich mache das. Dabei kann ich schon prima auf Stühle klettern.
Ach übrigens: habt ihr schon mal in eine Katze gebissen? Nur so aus Spaß? Ich sage euch, die macht schlimmere Geräusche als das Gummihuhn.
Manchmal geht meine Frauchen ohne mich weg. Einfach so. Da mach ich aber Theater, das sag ich euch. Sie weiß doch, das ich so was gar nicht mag. Ich muss dann immer ganz viel weinen. Weil ich  so eine schöne, kräftige Stimme habe, streng ich mich jedes Mal ganz doll an und heule hinter Frauchen her. Komisch, alle Nachbarn können mich hören, nur mein Frauchen nicht!
Aber sie kann von allen Menschen am besten schimpfen. Sie sagt dann immer, ich hätte nur Dummheiten im Kopf. Was sind denn Dummheiten? Und wieso kann Frauchen sehen, dass die „in“ meinem  Kopf sind?
Dafür gehe ich jetzt  brav in die Schule. Da gibt es eine Menge Leckerchen, wenn ich was gut gemacht habe. Der einzige Nachteil ist: immer, wenn ich mit den anderen Hunden gerade schön spiele, soll ich plötzlich irgendwas Dummes machen. Frauchen sagt dann „Hierhin“, „Sitz“ und „Platz“ und so. Wozu ein anständiger Hund das braucht, weiß ich auch nicht. Aber ich mach gern mit. Wegen der Leckerlis halt. Außerdem findet Frauchen es gar nicht schön, wenn ich da nicht mitmache und ich glaub, sie hat mich dann nicht mehr ganz so lieb. Und ich will ihr doch gefallen. Sie ist nämlich mit Abstand der beste Dosenöffner in meiner Familie.
Und ihre Taschen sind immer voller Leckerchen und überhaupt, ich glaube ich komme so langsam dahinter: wenn ich mache, was meine Menschen sagen, dann wird mein Bäuchlein ganz toll von ihnen gekrault. Das ist vielleicht toll! Und sie spielen auch viel mehr mit mir. Wenn ich das Sofa nicht zerkaue, darf ich da auch manchmal drauf schlafen. Das ist auch schön, weil es immer einen Menschen gibt, der mir dann die langen Ohren knubbelt. Wunderbar!
Hhhmmm! Ich glaube, ich muss meine Lage noch mal ganz genau überdenken.
Ich bin ja noch klein und kenne mich noch nicht so recht aus. Vielleicht könnt ihr mir mal weiterhelfen?
Euer Filou (wohnhaft bei Familie Freybott-Schober in Schortens)

ein guterzogenes Pärchen dank der Hundeschule HeßlingHallo liebe Familie Heßling und Frau Kleier,

nach 6 Wochen war unser erstes Wiedersehen und gemeinsames Spazierengehen am Rhein in Düsseldorf. "Käthe" und "Luppo" haben sich vorbildlich benommen ( keinerlei Jagdaktivitäten, freundlich zu jedem Hund, das Wiederkommen klappt prima und auch "Bleib Platz" im Biergarten war kein Hindernis). Wir ernten viel, viel Lob von den Menschen, die unsere Racker auch schon vor unserem erfolgreichem "Trainingslager für triebstarke Hunde" (05.05.-14.05.2005) gekannt haben und die sich alle nicht erklären können, was bei Ihnen in einer Woche intensiver Arbeit möglich ist.
Spaziergänge und sämtliche gemeinsamen Unternehmungen machen jetzt endlich Freude und Hund und Frauchen sind viel entspannter.
Gerne kommen wir zu einem Auffrischungstraining noch mal nach Ovelgönne.

Vielen Dank noch mal, bis dahin
Claudia Brune mit "Käthe" und Andrea Lattekamp mit "Luppo" (25.06.2005)

Wie ich in die Hundeschule kam im Juni 2003

Also eigentlich sollten wir nur ein Haus ansehen, im Winter (typische Herrchen&Frauchen-Idee)! Scheußliches Wetter, alles gefroren und überhaupt, das Haus hat gar nicht gelohnt. Murphys law; was soll an so einem Tag schon noch gut gehen! Kurz gesagt, auf dem Weg war ein Schild: „Hundeschule Heßling" stand drauf . . . Habe noch gehofft, es wird übersehen. Aber nein, es wird nicht nur bemerkt - man hat mich dort ganz klammheimlich, sozusagen ohne Wahrung der Hunderechte, einfach angemeldet!

Mich, wo ich doch alles schon kann, ich kann laufen, ich kann Pfötchen geben, ich kann sitz machen und ganz doll an der Leine ziehen, und bin außerdem auch schon über ein Jahr alt. Und eigentlich folgen H&F auch schon ganz gut. Frage: Was soll der Hund da noch in der Schule lernen?!
Nachdem ich diese doch etwas beunruhigenden Gedanken erfolgreich verdrängt hatte, ging’s auch schon los: Komm, Bobby, wir fahren nach Oldenburg, hat’s geheißen. War da nicht diese blöde Schule in der Nähe? Natürlich war sie es und das Schicksal schlug mit voller Härte zu: - ich wurde Schüler.
Gott sei Dank waren auch noch andere da: Lulu (eine Airdaleterrierdame) zum Beispiel und Queeny (Kerryblue Terrier Dame). Auf Rocky (einen Schäferhund- Mischling, der niemanden an sein Frauchen heran lässt) hätte ich allerdings verzichten können. Und mit Deven (einem ungezogenen Jack Russel Mischling) war gar nichts anzufangen. Muddy (starrköpfiger Bobtail) ist gleich wieder abgereist, aber das hätte ich an seiner Stelle auch getan, wenn ich die Möglichkeit dazu gehabt hätte.
Lauter blödsinniges Zeug steht auf dem Stundenplan: "sitz" (na ja, wenn man sitz macht, gibt's Leckerchen, das ist nicht sooo schlecht) und "platz" (völlig absurd, ich meine jeder sollte sich hinlegen können, wann er will) und "fuß" (sehr mühsam, immer dicht bei Frauchen am Knie laufen, ich bin doch kein Dobi!).
Habe mir die "theoretische" Einführung für Menschen angehört - unglaublich, sie wissen nichts, verstehen nichts und alles muss man ihnen erklären. Und dann wird auch noch nachgefragt; dabei ist doch alles ganz klar! Alles in allem eine armselige Veranstaltung - jeder weiß, dass Leitwölfe erstmal liegen bleiben, ist doch klar. Und mir ist schon immer auf die Nerven gefallen, dass man 5x „ sitz" gesagt kriegt, damit man sich hinsetzt, aber wer weiß, vielleicht gilt es ja erst beim 5. Mal. Also: die Einzel-"sitz" mitzählen, sonst gibt’s kein Leckerchen.
Und wenn man sich verzählt hat, dann brüllen sie einen an, verlieren völlig die Nerven und haben plötzlich alles vergessen, was sie im letzten Führungsseminar gelernt haben: Ruhe bewahren, klare Anweisungen geben und immer freundlich bleiben. Wenn man ihnen das hier tatsächlich beibringen könnte, wenn . . .
Menschen sind einfach schwer erziehbar, es gibt Aggro-Probleme, sie halten sich nicht an Regeln und wissen überhaupt nicht, was sich gehört! Mal kriegt man vom Tisch, dann wieder nicht, mal darf man die Zeitung haben, dann wollen sie sie nur für sich, mal ist Onkel Kurt supernett, beim nächsten Besuch scheucht er einen gleich weg – und so weiter und so fort. Jeder von uns kann da so seine eigenen Geschichten erzählen.
Und jetzt endlich, endlich sagt ihnen mal jemand wie man’s richtig macht! 1x „sitz" sagen, immer freundlich mit dem Hund sprechen, viel loben, streicheln und zwischendurch immer wieder Leckerchen geben! Ha und wehe, jemand von den Damen und Herren ist nicht freundlich zu uns – da hagelt es aber Kritik vom Lehrer. Sie werden auf jedes Fehlerchen hingewiesen, müssen alles 10 x üben und feste Theorie lernen. Schließlich wollen sie ja noch die Prüfung machen. Auch so eine menschliche Eigenart. Wenn es auch 100 x reicht, dass man alles kann, nein, glauben tut der Mensch das erst, wenn es ein anderer für ihn auf einen Zettel geschrieben hat. Die Prüfung besteht dann darin, dass man genau dasselbe tut, wie in der Schule, der Mensch ist furchtbar aufgeregt und ewig dankbar, dass man mitspielt.
Eigentlich gar nicht schlecht, so eine Hundeschule, nur dass sie vielleicht nicht so heißen sollte. Aber, wie wir alle wissen, Menschen sind ja so sensible Wesen und wenn die Institution tatsächlich „Menschenschule" hieße (was nur recht wäre . . .) würde sich wohl kaum einer von ihnen anmelden. Schließlich sind sie ja die Menschen, die Chefs, die Herrchen und Frauchen und die wissen ja bekanntlich alles besser.
Also Jungs und Mädels, wenn Ihr das nächste Mal an so einem Hundeschule-Schild vorbeikommt, keine Panik, es kann nur besser werden!
Euer Bobby

nur Übung macht den Meister
Üben in der Oldenburger Fußgängerzone

Bobby mit Urkunde
Bobby v. Stellinger Dorf mit Urkunde nach bestandener Prüfung

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